Fragen, Antworten, Begriffserklärungen

Nameserver

Nameserver sind Programme, die, vereinfacht ausgedrückt, die Domänennamen verwalten und diesbezügliche Anfragen beantworten. Grundsätzlich wird zwischen autoritativen und nicht-autoritativen Nameservern unterschieden.

Ein autoritativer Nameserver ist verantwortlich für eine Zone. Seine Informationen über diese Zone werden deshalb als gesichert angesehen. Für jede Zone existiert mindestens ein autoritativer Server, der sogenannte Primary Nameserver. Aus Redundanz- und Lastverteilungsgründen werden autoritative Nameserver in der Regel als Server-Cluster realisiert, wobei die Zonendaten identisch auf einem oder mehreren Secondary Nameservern liegen. Die Synchronisation zwischen Primary und Secondary Nameservern erfolgt per Zonentransfer.

Ein nicht-autoritativer Nameserver bezieht seine Informationen über eine Zone quasi aus zweiter oder dritter Hand, daher werden seine Informationen werden als nicht gesichert angesehen. Da sich DNS-Daten normalerweise nur sehr selten ändern, speichern nicht-autoritative Nameserver die einmal angefragten Informationen im lokalen RAM ab, damit diese bei einer erneuten Anfrage schneller vorliegen (Caching). Jeder dieser Einträge besitzt ein eigenes Verfallsdatum, nach dessen Ablauf der Eintrag aus dem Cache gelöscht wird. Dieses Datum wird durch einen autoritativen Nameserver für diesen Eintrag festgelegt und wird nach der Änderungswahrscheinlichkeit des Eintrages bestimmt. Das kann u. U. aber auch bedeuten, dass der Nameserver in dieser Zeit falsche Informationen liefern kann, wenn sich die Daten zwischenzeitlich geändert haben. Ein Spezialfall ist der caching only Nameserver. In diesem Fall ist der Nameserver für keine Zone verantwortlich und muss alle eintreffenden Anfragen über weitere Nameserver auflösen.

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